LEHM
Der Baustoff für natürliches und gesundes Wohnen
Lehm ist ein spannender Baustoff, der vielen Ansprüchen gerecht wird. Er ist ökologisch und nachhaltig, vielseitig einsetzbar, sorgt für ein hervorragendes Raumklima und bietet viele gestalterische Potentiale.


Für uns ist Lehm ein Baustoff mit Tradition und Zukunft zugleich. Wer mit Lehm baut oder renoviert, wohnt einfach besser, gesünder und nachhaltiger. Durch verwendete Lehmbaustoffe werden viele Eigenschaften eines Raumespositiv beeinflusst.

Mit Lehm lassen sich aber auch ästhetische Oberflächengestaltungen umsetzen, die jedem Raum eine individuelle Note verleihen. Was alles mit Lehm machbar ist, möchten wir Ihnen im folgenden zeigen.

Innenausbau
mit Lehm
Unterputze
mit Lehm
Oberflächen
mit Lehm

Warum Lehm?

Seit fast 20 Jahren beschäftige ich mich mit dem Baustoff Lehm. Er hat mich von Anfang an fasziniert. Zum einen in seiner Einfachheit, seiner puren Ästhetik und natürlich seiner Nachhaltigkeit.

Besonders spannend fand ich, wie das Klima eines Raumes durch die verwendeten Baustoffe verändert werden kann. Ich hatte mich schon immer mit der Sanierung von Schimmelbefall beschäftigt und welche bauphysikalischen Rahmenbedingungen wirken.

Das Lehm auf viele Probleme, die heute in unseren Wohnungen entstehen eine Antwort bietet, macht ihn umso interessanter. Die Luft wird besser, der Feuchtegehalt reguliert, Gerüche minimiert und die Akustik verbessert.

Auch seine Natürlichkeit, er wird ohne chemische Zusätze hergestellt, lässt ihn zum aktuellen Zeitgeist passen. Auch seine Produktion ist weitaus umweltfreundlicher und ressourcenschonender als alle anderen Baustoffe.

Und nicht zuletzt seine gestalterischen Möglichkeiten machen ihn zu einem tollen Produkt. Mit unseren Lehmprodukten lassen sich wunderbare Gestaltungen realisieren. Ausgefallene oder minimalistische Strukturen, natürliche Farben und ausdrucksstarke Effekte ermöglichen individuelle Gestaltungen.

Lehm an Kaminwand

Innenausbau mit Lehm

Wer die Architektur seiner Wohnung oder seines Hauses verändern möchte, kommt an einem modernen Innenausbau nicht vorbei. Dieser erfolgt meist im Trockenbau mit Gipskartonplatten. Neue Wände erstellen oder Decken abhängen.

Wenn man aber Wert auf ein gutes Raumklima legt, sollte man sich über den Innenausbau mit Lehm-oder Holzfaserplatten Gedanken machen. Mit Ihnen bringt man direkt eine ausreichende Menge Lehm in das Objekt, um das Raumklima positiv zu beeinflussen.

Ähnlich wie im konventionellen Trockenbau werden Unterkonstruktionen aus Metall, auf Wunsch aber auch aus Holz erstellt. Die Zwischenräume werden mit natürlichen Holzfaserdämmungen aufgefüllt. Dadurch wird auch die Schallübertragung stark minimiert.

Die Verkleidung der Oberflächen erfolgt je nach Bedarf mit Lehmbauplatten oder speziellen Holzweichfaserplatten. Diese Platten sind zwischen 20 und 25 mm stark und werden einfach aufgeschraubt. Vor allem die Lehmbauplatten sorgen für ein gutes Klima. Sie besitzen ein hohe Masse, was sich positiv auf die Schallübertragung auswirkt, aber auch Energie wunderbar speichern kann. So heizen sich Räume nicht so schnell auf wie im konventionellen Innenausbau.

Allen Platten gemein ist, dass sie zum Schluss mit einer ca. 4-5 mm starken Lehm-Armierungsschicht überarbeitet werden müssen. Danach stehen einem alle gängigen Oberflächengestaltungen zur Verfügung.

Hier in unserem Blog zeigen wir, wie so eine Lehmwand überhaupt entsteht!

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Unterputze mit Lehm

Unterputze dienen der Überarbeitung und Begradigung des Mauerwerks. Sie sind das Fundament für weitere Bearbeitungen der Oberfläche. Sie verbessern den Wärmeschutz und können zudem als Feuchtepuffer fungieren. Gerade Lehmputze spielen hier ihre Fähigkeiten aus. Aufgetragen in einer Schichtstärke von mindestens 16 bis 20 mm erzeugen sie das sogenannte Lehmbauklima, bei dem es zu den schon mehrfach beschriebenen positiven Eigenschaften kommt.

Lehmputze werden je nach Objektgröße von Hand oder mit der Putzmaschine aufgetragen und verarbeitet. Über Hilfsmittel wie Putzgrundierungen oder Schilfrohrgeflechte lassen sich Lehmputze auf fast jedem Untergrund verarbeiten.

Der normale Putzaufbau geschieht meist zweilagig, eine dickere Schicht Lehmunterputz und eine dünnere Schicht Lehmfeinputz.

Aber nicht immer hat man einen Neubau oder möchte den bestehenden Altputz abschlagen. Mit unserem Dünnschichtsystem bringen wir auf bestehende und tragfähige Putze eine ca. 8 mm starke Putzkombination auf. Diese Schicht nimmt ca. 80% der Feuchtemenge auf, wie ein dicker Unterputz.

An verschiedensten Projekten haben dieses Verfahren mit großem Erfolg eingesetzt.

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Oberflächengestaltung mit Lehm

Die Gestaltung von Räumen ist für uns alle ein spannendes Thema.

Welche Farben, welche Strukturen und Optiken passen zu mir und meinem Raum?


Auch hier bietet Lehm wunderbare Möglichkeiten. Manch Purist lässt sich den Lehmfeinputz einfach glätten und verdichten und lässt sich vom natürlichen Erdfarbton begeistern. Doch die meisten Menschen wünschen sich doch konventionellere Gestaltungen.

Grundsätzlich stehen zur Gestaltung der Wandoberflächen 3 verschiedene Produktarten zur Verfügung:

  1. Lehmdekorspachtel
  2. Lehmstreichputze
  3. Lehmfarben


Lehmdekorspachtel sind eingefärbte Spachtelmassen, die in einer Schichtstärke von ca. 1 bis 3 mm aufgetragen und nach Wunsch bearbeitet werden. Die Oberflächen können ganz glatt und minimalistisch bis stark strukturiert und ausdrucksstark sein. Durch verschiedenste Zuschläge lassen sich individuelle Effekte erzielen.

Auch bei der Farbigkeit sind fast keine Grenzen gesetzt. Man kann aus über 600 Farbtönen wählen, in allen Farbbereichen, von Weiß bis Anthrazit.

Wer seine Wände einfach nur streichen möchte, kann dies auch mit Lehmprodukten machen. Hier hat man die Möglichkeit, strukturierende Lehmstreichputze zu verwenden, die eine leicht körnige Oberfläche erzeugen. Dadurch lassen sich natürliche Texturen erzeugen, aber auch kleine Untergrundunebenheiten egalisieren.

Der neue farbige Anstrich erfolgt mit einer Lehmfarbe, die sich gut auftragen lässt und zu guten Oberflächenergebnissen führt. Auch hier kann man aus einer Vielzahl verschiedener Farbtöne wählen.

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FAQ

Wir beantworten hier vorab ein paar häufig gestellte Fragen zu Lehm.


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Was ist Lehm?

Lehm besteht in der Hauptsache aus Sand, Schliff und Ton. Der wichtigste Bestandteil ist das Tonmineral. Es ist für die wichtigsten positiven Eigenschaften des Lehms verantwortlich. Lehm verbindet sich ausschließlich durch elektrostatische Verbindungen. Keine weiteren Bindemittel sind zur Stabilität notwendig. Diese Festigkeit kann nur durch große Wassermengen wieder aufgelöst werden.
So kann auch Jahrhunderte alter Lehm wieder recycelt und benutzt werden.

Kann Lehm wirklich das Raumklima beeinflussen?

Gute Lehmputze können nachgewiesenermaßen viel mehr Feuchtigkeit zwischenspeichernd als andere Materialien. Ganz deutlich wird der Unterschied auch bei vielen Geruchsstoffen. Tonmineralien binden die Moleküle aktiv an sich. Ändert sich die Feuchte- oder Geruchskonzentration im Raum, so geben die Flächen die Moleküle langsam wieder ab, dabei sind Ausdünstungen oder Gerüche nicht zu spüren.

Wie dick muss der Putz sein, damit er raumklimatisch wirkt?

Im Idealfall kann man einen neuen Putz in einer Schichtstärke von mindestens 15 mm aufbringen.
Ab dieser Schichtstärke kann der Lehm seine gesamten Vorteile ausspielen. Wenn man jedoch Bestandsbauten mit intaktem und tragfähigem Altputz raumklimatisch verbessern möchte, sind auch schon Aufbauten von ca. 6-8 mm wirksam. Bei dicken Lehmschichten findet der Hauptteil des Feuchteaustausch in diesen ersten 6-8 mm statt. Und die Altputzschicht übernimmt auch noch Speicherfunktion.

Geht Lehm auch in Neubauten oder nur in Fachwerkhäusern?

Gerade für Neubauten und moderne Häuser bietet sich Lehm hervorragend an. Durch die hohen Anforderungen an die Luftdichtigkeit kann es schnell bei nicht ausreichender Lüftung zur Erhöhung der Raumluftfeuchte und somit zu Schimmelpilzbildung kommen. Im Neubaubereich lässt er sich maschinell und somit wirtschaftlich verarbeiten, so wie man es von Standard-Gipsputzen kennt.
Vorhandene Gipsputze lassen sich einfach mit einer 5 mm starken Lehmfeinputzschicht verbessern. Zusammen mit einem Lehmdekorspachtel erreicht man so ca. 7 mm Schichtstärke und somit erste spürbare Verbesserungen. Natürlich gehört er auch ins Fachwerk, da er hier noch wichtigere Funktionen übernimmt. Eine gut ausgeführte Lehmkonstruktion hilft die vorhandenen Holzbalken vor Feuchte zu schützen und das einzigartige Raumklima solcher Häuser zu erzeugen.

Läßt sich Lehm auch in Küche und Bad einsetzen?

Gerade hier kann er das Klima besonders beeinflussen. Da er ja Gerüche und Feuchtigkeit speichert, wird gerade in diesen Räumen eine positive Wirkung erzielt. Bei entsprechender Menge Lehm kommt es immer wieder zu dem Phänomen, dass beim Duschen die Spiegel nicht beschlagen. Lehm gehört nicht in den direkten Spritzwasserbereich. Dauerhafte Benetzung mit Wasser beschädigt die Oberfläche. Auch unter Fliesen müssen stabilere Materialien wie
z. B. Kalk-Zement-Putze oder geeignete Bauplatten eingesetzt werden.

Wird Lehm auch für Büros verwendet?

Ja. Ein guter Schallschutz und ein angenehmes Raumklima werden zunehmend als wichtig und positiv für die Leistung und das Wohlbefinden der Mitarbeiter gesehen. Auch in Kombination mit Lehmtrockenplatten oder im speziellen Holzständer-Trockenbau lässt sich Lehm hervorragend einsetzen. Ein schönes Beispiel ist das „Klimareferat der VEREINTEN NATIONEN“ in Bonn. Auch die Verantwortung für die Umwelt wird gerne von Unternehmen gezeigt.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Lehmputz und Lehmdekorspachtel?

Lehmputze werden zur Herstellung dickerer Lehmschichten eingesetzt, ihre Schichtstärke beginnt bei mindestens 3 mm und endet bei mehreren Zentimetern. Sie besitzen immer ihren typischen Braunton.

Lehmdekorspachtel dienen der Gestaltung bzw. Veredlung der Oberflächen. Sie sind höchstens 2 mm dick. Dafür bekommt man sie in vielen verschiedenen Farbtönen. Je nach Hersteller sind mehr als 600 Farbtöne lieferbar. Auch eine Vielzahl verschiedener Strukturen sind möglich. Von ganz glatt bis zu ausdrucksstark, moderne Gestaltungswünsche werden mit Lehm immer erfüllt.

Wie lassen sich eigentlich Lehmputze überarbeiten?

Lehmputze können idealerweise mit Produkten auf Lehm- und Kalkbasis überarbeitet werden. Kunststoffe sollten auf gar keinen Fall zum Einsatz kommen, da Sie die Fähigkeiten des Lehms stark stören. Lehmputze können überstrichen und mit Lehmstreichputzen oder Lehmdekorspachteln überarbeitet werden.
Natürlich kann dies auch mit mehreren Schichten erfolgen.

Kann ich Lehmdekorspachtel überarbeiten?

Natürlich können auch Lehmdekorspachtel mehrfach überarbeitet werden. Sollten man nach Jahren einen neuen Farbton wünschen, kann der Lehmdekorspachtel einfach mit einem weiteren Lehmdekorspachtel überspachtelt werden. Beide Schichten haften perfekt aneinander. Sie können die Flächen auch mit einer Lehm- oder Kalkfarbe oder einem Lehmstreichputz überarbeiten. Auch Naturharzfarben könnten eingesetzt werden. Sogar Tapeten kann man auf Lehmdekorspachtel aufbringen. Dabei gehen natürlich die baubiologischen Fähigkeiten verloren.

Kann ich Lehmprodukte auch selber verarbeiten?

Grundsätzlich sind Lehmprodukte sehr gut für Heimwerker geeignet. Der Erfolg ist natürlich von der Begabung des Verarbeiters abhängig. Einfach zu verarbeiten sind Lehmfarben und Lehmstreichputze. Sie werden einfach gestrichen oder gebürstet, was auch einem ungeübten Heimwerker gelingen sollte.

Schwieriger ist schon die Verarbeitung von Lehmdekorspachteln. Hier ist schon ein geübter Umgang mit Kelle und Glätter notwendig. Hat man hierbei keine Erfahrungen, sollte man von solchen Arbeiten Abstand nehmen.

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